Russische Filmtage 2020 / 2021

Eine Auswahl aktueller russischer Filmkunst sollte bei den 12. Russischen Filmtagen im Frühjahr 2020 zu sehen sein - doch dann kam der Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie und ein Teil der Vorführungen konnte nicht mehr stattfinden. Die Nachholtermine waren im November 2020 dann vom zweiten Lockdown betroffen, der dann auch die Termine im Frühjahr 2021 kippte.

Wir hoffen, dass im Herbst eine Reihe von russischen Filmen zu sehen sein wird. Hier ein erster Ausblick auf die Filmauswahl und Terminplanung...

31.10. Die Fee (Anna Melikian)

08.11. Herz der Welt (Natalja Meschtschaninowa),

15.11. Andrei Tarkowski. A Cinema Prayer (Andrei Tarkowski jun.)

22.11. Nostalghia (Andrei Tarkowski)

29.11. Komm, wir lassen uns scheiden (Anna Parmas ).

Noch ohne Termine:

Ein Russischer Junge(Aleksander Solotuchin)

Bohnenstange (Kantemir Balagow)

Der Mensch, der alle überraschte (Alexsey Chupow)

Die Russischen Filmtage werden von der Filmwerkstatt Münster gemeinsam mit der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster / Münsterland e.V. (DRG) veranstaltet.
Weiter Informationen zu den Russischen Filmtagen auf Facebook.

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Bohnenstange
R: Kantemir Balagov, Russland 2019, Drama, 134 Min.

1945, Leningrad. Der Zweite Weltkrieg hat die Stadt verwüstet, die Gebäude zerstört und die Bürger*innen physisch und psychisch schwer belastet. Zwei junge Frauen, die Kriegsveteraninnen Ija und Mascha, suchen nach Sinn und Hoffnung im Kampf um den Wiederaufbau ihres Lebens in den Trümmern. Der Film zeigt die private und intime Geschichte der beiden Frauen.

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Ein Russischer Junge
Regie: Alexander Solotuchin Russland 2018, 72 Min.

Getrieben von naiven Träumen von Sieg und Ruhm, zieht ein siebzehnjähriger junger Mann freiwillig an die Front des ersten Weltkrieges. Bei einem Gasangriff der Deutschen verliert er sein Augenlicht. Wegen seines überdurchschnittlichen Gehörs wird er bei einem Frühwarnsystem für feindliche Flugzeuge eingesetzt. Aktuelle dokumentarische Aufnahmen von Orchesterproben zu Sergei Rachmaninows Konzerten übersetzen die Motive und Themen des Films in einen akustischen Resonanzraum.


Davai-razvedemsya-8.jpgKomm, wir lassen uns scheiden
Regie: Anna Parmas, Russland 2019, 92 Min.

Mascha muss neben ihrer aufreibenden Arbeit als Gynäkologin auch die Kindererziehung wuppen. Als ihr Mann eine Affäre mit seiner jungen Fitnesstrainerin anfängt, setzt sie alles daran - einschließlich übernatürlicher Kräfte - um ihn zurück zu bekommen. Aber lohnt es sich überhaupt, diese alte, kaum flackernde Flamme neu zu entfachen? Amüsantes Beziehungsdrama mit starker Frauenrolle.

1538737710_joacez87.jpgDer Mensch, der alle überraschte
Regie: Natascha Merkulova, Aleksey Tschupov, Russland/Estland/Frankreich 2018, 105 Min.

Jegor ist ein furchtloser Waldhüter in der sibirischen Taiga. Die Dorfbewohner achten ihn. Er ist ein guter Familienvater. Seine Frau erwartet ein zweites Kind. Als er erfährt, dass er todkrank ist und keine Medizin ihm helfen kann, versucht er, den Tod zu täuschen. Damit dieser ihn nicht erkennt, wählt er die Identität einer Frau. Zwischen russischer Folklore geht es auf beeindruckende Weise um Angst vor dem Tod, die Suche nach der eigenen sexuellen Identität und den Umgang mit Homosexualität in der russischen Gesellschaft.