Lesung mit Cees Nooteboom

15.09. um 20:00 im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Moderation: Hermann Wallmann

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Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman „Philip en de anderen“, der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel „Das Paradies ist nebenan“ veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel „Philip und die anderen“ erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band „Paris, Mai 1968“). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman „Rituale“ („Rituelen“) große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfasst Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie „Allerseelen“ („Allerzielen“).

Schon seit Beginn seiner frühesten literarischen Werke hat Cees Nooteboom zahlreiche Preise empfangen. Seit der Veröffentlichung von „Rituelen“ wird er auch mit international bedeutenden literarischen Preisen ausgezeichnet, wie beispielsweise 1993 mit dem europäischen Preis Aristeion für Het volgende verhaal. Die Universitäten von Brüssel, Nijmegen und Berlin haben Nooteboom Ehrendoktorate verliehen. Nach dem Constantijn Huygens Prijs und dem P.C. Hooft Prijs, zwei bedeutende Auszeichnungen für sein Gesamtwerk, erhält Cees Nooteboom am 18. November 2009 im Koninklijk Paleis in Brüssel aus den Händen des belgischen Königs Albert II den Prijs der Nederlandse Letteren, der wichtigste Literaturpreis im niederländischen Sprachraum.