Creative Producing von Spiel- und Dokumentarfilmen

mit Claus Reichel
als Gast: Mehmet Akif Büyükatalay
Termin: Sa, 15.10.2022
Anmeldeschluss: Mo, 19.09.2022
Zielgruppe: Einsteiger*innen
Ort: Online via Zoom

Im Fokus dieses Seminars steht das kreative Produzieren von Spiel- und Dokumentarfilmen.
Die*der kreative Produzent*in ist gemeinsam mit der Regie Motor und Initiator*in eines Filmprojekts. Was bedeutet es, aus einer Idee einen konkreten und dann erfolgreichen Film werden zu lassen? Wie können kreative Potentiale zusammengeführt und ein einmaliges Werk geschaffen werden? Wie können wirtschaftliche Notwendigkeiten und kreative Freiräume in Einklang gebracht werden? Das Seminar versucht, mögliche Ansätze des kreativen Produzierens von der Idee bis zur Auswertung von Film oder Serie nachzuzeichnen.

Folgende Aspekte behandelt das Seminar:

  • Abgrenzung: kreative Produktion und ausführende Produktion
  • im Dienste des kreativen Prozesses: Berufsbild kreativer Produzent*in
  • Was ist eigentlich ein gutes Drehbuch?
  • Ideenfindung
  • „Tell it, don't sell it"
  • Stoffentwicklung und Stoff-Fortentwicklung
  • Packaging
  • Wege zur erfolgreichen Finanzierung
  • Film ist Teamwork
  • Haltung und Handschrift
  • Das Genie im Elfenbeinturm oder der kollaborative Writers-Room: konkrete Workflows
  • Case Studies

Filmproduktionen gibt es überall auf der Welt in unterschiedlichen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und künstlerischen Kontexten. Der Fokus des Seminars liegt auf der freien deutschen independent-/no-/low-Budget Szene und möglichen Kooperationen mit öffentlich-rechtlichen Sendern, öffentlichen Fördereinrichtungen und Auswertern (Festivals, Verleiher und Weltvertriebe, Goethe-Institut). Ferner betrachten wir die Zusammenarbeit mit privaten Streamern (z.B. Netflix, Amazon, TV Now, Joyn, Magenta).

Claus Reichel arbeitet als Produzent in Köln. Nach längeren Aufenthalten in Südamerika, dem Besuch einer Clownsschule und einem Abschluss in Geschichte und Sozialwissenschaften, arbeitete er im Produktionsmanagement für internationale Kinofilmprojekte. 2014 absolvierte er die Masterschool Dokumentarfilm in der Filmwerkstatt Münster. 2019 gewann er für sein Spielfilm-Debüt als Produzent bei den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin den First Feature Award für „Oray" von Mehmet Akif Büyükatalay. 2020 war er als Produzent nominiert für den deutschen Kurzfilmpreis für „Berzah" von Deren Ercenk. Seit 2020 ist er zusammen mit seinem Partner Mehmet Akif Büyükatalay Gesellschafter-Geschäftsführer der filmfaust GmbH und Produzent mit Schwerpunkt auf internationalem Arthouse-Kino. 2022 gewann er für den langen Dokumentarfilm „Liebe, D-Mark und Tod" von Cem Kaya den Panorama Audience Award bei den 72. Internationalen Filmfestspielen Berlin. Claus Reichel ist Mitglied im Filmbüro NW, Alumnus des Rotterdam producers lab, von Berlinale Talents und dem Mediengründerzentrum NRW.

Aktuell dreht er das Hybrid (Mischung aus Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm) „Sirens Call" von Miriam Gossing und Lina Sieckmann (ZDF+Film-und Medienstiftung NRW, Dutch Film Fund, DFFF). „Sirens Call" erzählt anhand von echten Meerjungfrauen von Umbrüchen in der aktuellen US-Gesellschaft. Darüber hinaus finanziert er den Spielfilm „Hysteria" von Mehmet Akif Büyükatalay, ein Thriller in der ein unbekannter Fremder eine Arbeitsgemeinschaft ins Chaos stürzt.

Mehmet Akif Büyükatalay arbeitet als Autor, Regisseur und Produzent in Köln und ist Absolvent der Kunsthochschule für Medien Köln.
Sein 2019 als Autor und Regisseur veröffentlichtes Debüt „Oray" gewann bei den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin den First Feature Award und weitere europäische Preise. 2022 brachte er als Autor und Produzent den Dokumentarfilm „Liebe, D-Mark und Tod" von Cem Kaya auf die Leinwand. Gemeinsam mit Claus Reichel führt er die filmfaust GmbH in Köln. Mehmet Akif Büyükatalay bereitet derzeit seinen zweiten Spielfilm als Autor und Regisseur „Hysteria" vor. Ausserdem ist er als creative producer an der Entwicklung von drei Langfilmen und einer Serie beteiligt. Er ist Alumnus des Mediengründerzentrum NRW.

Zur Anmeldung bitten wir um einen halbseitigen Text mit Erwartungen und Fragen an das Seminar sowie der knappen Vorstellung eines aktuellen oder geplanten Filmprojekts, damit sich der Dozent auf die Seminargruppe einstellen und vorbereiten kann. Die Inhalte des Seminars richten sich maßgeblich nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden.

Termin: Sa, 15.10.2022
Uhrzeit: 10.00 Uhr - 18.00 Uhr
Anmeldeschluss: Mo, 19.09.2022
Kosten: 120,00€ / 100,00€ weitere Informationen zu Förderungsmöglichkeiten findest du hier
Veranstaltungsort: online via Zoom