Filmprogramm beim Droste Festival 2022 - 16. bis 18. Juni

Veröffentlicht am

Unter dem Titel Stadt/Land im Fluss lädt das Center for Literature vom 16. bis zum 19. Juni ins Rüschhaus an der Stadtgrenze von Münster ein. Annette von Droste-Hülshoff schrieb an diesem Ort über die Zurückgezogenheit des Landlebens. Und vermisste die Geselligkeit der Stadt. Das Rüschhaus verwandelt sich in ein Festivalgelände, die große Poetin wird mit Lesungen, Filmscreenings, Konzerten, Picknick-Performances, Installationen und Walks gefeiert. Welcome to the party!

Von Freitag, 16. Juni, 12 Uhr, bis Sonntag, 19. Juni, 24 Uhr läuft das digitale Kurzfilmprogramm Dorf und Film.

Zum vollständigen Programm des Droste-Festivals 2022

FILMPROGRAMM:

neubau_presse_salzgeber.jpg

NEUBAU
Regie: Johannes Maria Schmit, Deutschland 2020, FSK 16, 82min.
mit Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling, Minh Duc Pham u.a.

Markus ist hin- und hergerissen: Die Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas hält ihn in der brandenburgischen Provinz, in Berlin ruft die queere Wahlfamilie. Im Dazwischen lebt es sich aber gar nicht so schlecht ...

Im Anschluss an das Filmscreening sprechen wir mit Regisseur Johannes Maria Schmit über queeres Landleben und Filmproduktion fernab großer Metropolen.

Wo möchten wir leben - und wie? Diese Frage schwingt in jeder Szene mit. Und es ist eine Frage, die den meisten von uns vertraut ist. Dieser Film weiß, dass jede und jeder diese Fragen für sich selbst beantworten muss. „Neubau" lässt seinem Protagonisten den Raum und die Zeit, die Antworten zu suchen, die ihm entsprechen. Auch dafür hat der Film 2020 den Max Ophüls Preis gewonnen." (Anke Leweke, Deutschlandfunk Kultur)

Donnerstag, 16. Juni | Haus Rüschhaus, Tenne | 19:30 Uhr


Vorschaubild für megacities(a)lotusfilm.jpgMEGACITIES
Regie: Michael Glawogger, Österreich 1998, 94 min.

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilmer Michael Glawogger porträtiert in zwölf Kapiteln Menschen, die in den Elendsvierteln von vier gigantischen Metropolen leben: New York City, Moskau, Mexiko-Stadt und Mumbai. Sie leben abseits der Gesellschaft und müssen täglich ums Überleben kämpfen. Doch trotz ihrer prekären und ärmlichen Lebensumstände haben sie sich ihren Optimismus und ihren Einfallsreichtum bewahrt.

Da der Filmemacher nicht davor zurückscheut, das vorgefundene Material zu stilisieren und sogar nachzuinszenieren, verläßt er die konventionellen Spuren des dokumentarischen Filmemachens. In dem allgemein „Globalisierung" genannten Spiel, in dem es wenige Gewinner und Millionen von Verlierern gibt, setzt er eindeutige Zeichen, wem seine Sympathien gehören. Sein Film ist unter diesem Gesichtspunkt ein ebenso mutiger wie innovativer Beitrag zur Film- und Sozialgeschichte" Filmdienst

Freitag, 17. Juni | Haus Rüschhaus, Tenne | 17.30 Uhr


NiemandistbeidenKälbern_weydemannbros.jpg

NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN
Regie: Sabrina Sarabi, Deutschland 2021, 116 min., FSK 16
mit Saskia Rosendahl, Rick Okon, Godehard Giese, Enno Trebs u.a.

Sabrina Sarabis Buchverfilmungerzählt die Geschichte einer jungen Frau, die das Leben auf dem Milchkuhhof ihres Freundes mehr als nur satt hat und einen Ausweg sucht.

Im Anschluss an das Filmscreening Publikumsgespräch mit der Autorin Alina Herbing und der Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl über Land-Idylle und Realität, Frauenauf dem Land und den Weg vom Film zum Buch.

„Mit einem äußerst präzisen Blick nimmt Sabina Sarabi eine schlafende Welt unter die Lupe, die dennoch von innen heraus brodelt. Bevölkert von denen, die vom Fortschritt vergessen wurden, aber dennoch von einem anderen, einem besseren Leben träumen." Kinozeit

Sonntag, 18. Juni 2022 | Haus Rüschhaus, Tenne | 19:00 Uhr