Die Filmwerkstatt beim Droste Festival 2019: this is a woman’s world

Das Center for Literature auf Burg Hülshoff proklamiert: This is a woman's world - und erkundet vom 3. bis 7. Juli 2019 gemeinsam mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Bürger*innen beim Droste Festival feministische Perspektiven auf weibliche Kunstpraxis Das Festival feiert mit Konzerten, Installationen und Filmscreenings das feministische Erbe der großen Dichterin.

Ort: Haus Rüschhaus, Am Rüschhaus 81, 48161 Münster (Erreichbar vom HBF mit der Buslinie 5)
Programm Infos Tickets

In Kooperation mit der Filmwerkstatt Münster präsentiert das Festival:


A Girl Walks Home Alone at Night
R: Ana Lily Amirpour | USA 2014 |101 min.
In Bad City, einer iranischen Geisterstadt, taucht eine neue Frau auf. Sie gleitet auf dem Skateboard im Hijab durch die Nacht. Gleichzeitig beginnt eine Serie von Morden, Menschen werden blutleer aufgefunden. Der junge Arash trifft auf die mysteriöse Frau. Langsam entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden.
Der Film der iranisch-stämmigen Regisseurin Ana Lily Amirpour wurde international gefeiert. Im Iran wurde er als Provokation wahrgenommen ? allein, weil eine Frau sich dort allein durch den Stadtraum bewegt. Und dann noch Männer tötet. Und sie dann noch aussaugt. Ein feministischer Vampirfilm und eine Vampirin, die der Droste mit ihrer Liebe zum Schauerroman gefallen hätte.
03. Juli 2019 | 20:15 Uhr |Deutsche Fassung mit englischem Untertiteln

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Ever, Rêve, Hélène Cixous
R: Olivier Morel | Frankreich, USA, Deutschland 2018 | 118 min.
Hélène Cixous ist eine Ikone der französischen feministischen Bewegung. Mit La rire de la Méduse (Das Lachen der Medusa) veröffentlichte sie 1975 ein radikales philosophisches und literarisches Manifest, das bereits alle Widersprüche und Utopien verhandelte, mit denen dann die Kämpfe um Emanzipation der folgenden Jahrzehnte konfrontiert waren.
Mit Ever, Rêve, Hélène Cixous kreiert Olivier Morel ein Roadmovie der Gedanken, in dem sich keine andere als Cixous auf dem Weg befindet. Auf dem Weg, eine feministische Legende zu werden. Sie trifft auf Gefährt*innen wie die Regisseurin Arian Mnouchkine und den Über-Philosophen Jacques Derrida. Wie er wurde Cixous in Algerien geboren, sie war Kind einer jüdisch-deutschen Mutter.
Der Film ist selbst eine poetische Reise. Er versucht, sich dem oft autoritären Duktus biografischer Dokumentarfilme zu widersetzen. Er sucht. Danach, wie künstlerisches Sprechen, philosophisches Nachdenken und aktivistisches Engagement in einem Leben zusammenfinden können, das am Ende »Hélène Cixous« heißt.
04. Juli 2019 | 22:00 Uhr | Englische Originalfassung

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Quelle: Droste-Festival 2019