filmclub münster: Hommage an Paul Anczykowski

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Sonntag, 26. Oktober, 15:00 Uhr im Schloßtheater
(Melchersstraße 81, 48149 Münster)
Der filmclub münster widmet dem Münsteraner Filmemacher und Galeristen Paul Anczykowski eine Hommage zum 75. Geburtstag. Bis in die 80er Jahre hat Anczykowski, teilweise in Zusammenarbeit mit der Filmwerkstatt Münster, insgesamt zwölf preisgekrönte Kurzfilme geschaffen. Sein einziger Langfilm „Apokal“ war der offizielle deutsche Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes 1971 – von René Clair persönlich ausgewählt und von Claude Chabrol bewundert.

In seinen Filmen verbindet Paul Anczykowski Malerei, Literatur und Musik zu einer neuen Kunstform. In dieser Auseinandersetzung gestaltete er eigenständige Kunstwerke, die in ästhetischer und inhaltlicher Sicht auf höchstem Niveau stehen. So entwickelte er für seine Kunstfilme eigens eine Spiegeltechnik, mit der es ihm gelang, Räume aufzulösen und surreale Welten zu schaffen. Inhaltlich nahm er literarische Vorlagen oder Bilderwelten zeitgenössischer Maler auf. In „Das verräterische Herz“ sind das Edgar Allan Poe und der Maler Wynand Janssens, in „Der 2. Zustand“ eine traditionelle japanische Geschichte und der Maler Günther M. Kiffe.
Paul Anczykowskis Filme wurden mehrfach preisgekrönt und mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. „Das verräterische Herz“ feierte in Cannes 1969 im Hauptprogramm Premiere und bekam das „Filmband in Silber“ beim Deutschen Filmpreis für den besten Kurzfilm. Viele seiner Filme wurden weltweit in den Goethe-Instituten gezeigt.

„Jede einzelne Einstellung erweist, dass ein Künstler am Werk war – die meisten Szenen könnten auch gemalt sein.“ (Peter W. Engelmeier, Filmpublizist, 1972).

Folgende Filme sind zu sehen:

Das verräterische Herz (BRD 1968 // 15 min)

Der 2. Zustand (BRD 1969 // 15 min)

Oui, Madam (BRD 1977 // 15 min)