Ein Filmkunst-Triptychon

Der filmclub münster zeigt Miguel Gomes’ Mammutwerk „1001 Nacht“

Seit seiner gefeierten Premiere im vorigen Jahr in Cannes gilt sie als eines der ambitioniertesten Werke der jüngeren Filmgeschichte: die „1001 Nacht“-Trilogie des portugiesischen Regisseurs Miguel Gomes. Der filmclub münster zeigt die drei Teile ab dem 28. November im Schloßtheater.

Mit „1001 Nacht“ präsentiert Miguel Gomes ein so allumfassendes, ehrgeiziges und vielschichtiges Projekt, dass es sich auf dem Schneidetisch in einen sechsstündigen Dreiteiler verwandelte. In jedem Teil zeichnet der Filmemacher, der mit dem Berlinale-Wettbewerbsfilm „Tabu“ (2012) seinen internationalen Durchbruch feierte, ein originelles Porträt des zeitgenössischen Portugals in der Krise. Ursprünglich beabsichtigte der Regisseur, fiktive, von der Misere seines Landes inspirierte Geschichten zu schreiben. Dabei inszeniert er sich selbst als unfähig einen Sinn in seiner Arbeit zu finden, und so flüchtet er direkt in der ersten Filmminute feige aus dem Bild und überlässt seinen Platz der bezaubernden Scheherazade.