Delhi-6 (DF) Montag 10.12.12, 20:30 Uhr

Indien 2009/ Regie: Rakeysh Omprakash Mehra
Darsteller: Abhishek Bachchan, Sonam Kapoor, Waheeda Rehman, Divya Dutta, Atul Kulkarni Musik: A. R. Rahman
Länge: 141 min/ Sprache: Deutsch
Genre: Drama

Der in den USA aufgewachsene Roshan begleitet seine kranke Großmutter in ihre Heimatstadt Delhi, wo diese warmherzig von den alten Nachbarn aufgenommen wird.

In den verwinkelten Gassen des alten Delhis findet auch Roshan neue Freunde und ein neues Zuhause. Genau dieses Zuhause empfindet das Nachbarsmädchen Bittu als Gefängnis. Der aufgeweckte Freigeist will der heimischen Enge mittels „Indian Idol“ entfliehen, bevor ihr Vater sie unter die Haube bringen kann.
In diesem Jahr hält außerdem der „Kala Bandar“ ganz Delhi in Atem, ein schwarzes Affenmonster, das mehrmals gesichtet wurde und dem immer neue Fähigkeiten und Geschichten angedichtet werden. Die Suche nach dem mystischen Wesen gestaltet sich zunächst noch als witziges Abenteuer, begleitet von Rahman-Songs und dem passenden Merchandise, nimmt jedoch ernste Formen an, als die Massenpanik Opfer fordert und ein herbeigerufener Guru mit dem Finger auf die Muslime in der Nachbarschaft zeigt.
Nach Rang De Basanti zeigt Regisseur Rakeysh Omprakash Mehra erneut
Problemfelder auf. Sonam Kapoor („Bittu”) über ihren 2. Film: „Delhi-6 ist ein sehr idealistischer Film. Er hat mir gezeigt, dass es da draußen Filmemacher wie Rakeysh Mehra gibt, die den Mut haben, einen Film wie Delhi-6 zu drehen. Und das gibt mir Hoffnung.“

Drehbuchautor Kamlesh Pandey über den „Kala Bandar“: „Die ganze Dimension des Hasses wird durch den Affenmann verkörpert. Wir mögen noch so sehr vorheucheln, dass wir zivilisiert und sehr nette Leute sind. Der Kala Bhandar steckt in uns allen und wartet nur darauf, auszubrechen.“

Rakeysh Omprakash Mehra über die Version des Films, die beim Film Festival in
Venedig gezeigt wurde: „Ich habe damals den Film gedreht und bin dabei von meinem
ursprünglichen Drehbuch abgewichen. Das Original-Drehbuch war deutlich schärfer. Den fertigen Film mochten einige, viele aber auch nicht und mir selbst fiel auch auf, dass ich zu weich geworden war und mich auf Kompromisse eingelassen hatte. Also trommelte ich erneut die Schauspieler zusammen und sagte ihnen, wir würden noch einige Szenen nachdrehen. Ronni Screvwalla (der Produzent) wusste gar nicht, dass er das produzierte. Er hatte mir gesagt, das sei ihm zu teuer, er käme doch nicht für meine persönliche Therapie auf, das könne er sich nicht leisten. Ich habe also Werbefilme gedreht